Tarifkonflikt bei der Bahn : Beck stellt sich gegen die Lokführer

Bei seinem verbalen Rundumschlag hat sich der SPD-Vorsitzende Kurt Beck auch in den Tarifstreit bei der Bahn eingemischt. Die Forderung der Lokführer nach einem eigenen Tarifvertrag sei "unsolidarisch".

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Sagt den Lokführern, wo es lang geht: Kurt Beck. -Foto: ddp

DortmundSPD-Parteichef Kurt Beck hat das Eintreten der Lokführergewerkschaft GDL für einen eigenen Tarifvertrag kritisiert. "Die Forderung, in einem Betrieb für die gleiche Tätigkeit zwei Tarifverträge mit unterschiedlichen Leistungen zu wollen, ist nicht gut für den Betriebsfrieden", sagte Beck den in Dortmund erscheinenden "Ruhr Nachrichten". Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident sagte, er habe nichts gegen tarifliche Auseinandersetzungen. Die GDL organisiere aber nur einen kleinen Teil der Bahn-Mitarbeiter und Lokführer.

Der SPD-Vorsitzende nannte es ein Problem für die Tarifautonomie, wenn es Spartenbewegungen gebe, die sich nicht um die Belange anderer Mitarbeiter im gleichen Betrieb kümmerten. "Wenn das Schule macht, kann das im Chaos enden", sagte Beck der Zeitung. "Verhältnisse wie in Großbritannien dürfen wir in Deutschland nicht zulassen." (mit dpa)