Der Tagesspiegel : Telekom-Chef Obermann: Ich habe nichts zu vertuschen

Berlin - Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, hat erneut eine Mitschuld an der Spitzelaffäre von sich gewiesen. Im Tagesspiegel am Sonntag sagte er: „Ich habe keinen Anlass, etwas zu vertuschen.“ Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet, dass bei den Vorstandssitzungen nicht nur unerlaubte Pressekontakte der Telekom-Mitarbeiter thematisiert worden seien, sondern auch über mögliche Gegenmaßnahmen gesprochen worden sei.

„Mehr als einmal haben die im Vorstand festgehalten, dass man gegen die Informationslecks vorgehen müsse“, zitierte das Magazin einen Ex-Manager. Obermann war unter Ricke für das Mobilfunkgeschäft verantwortlich. Ein Telekom-Sprecher sagte: „Ja, Indiskretionen waren Thema bei Vorstandssitzungen.“ Daraus abzuleiten, dass auch die Anordnung illegaler Maßnahmen im Vorstand diskutiert wurde und dass Obermann an solchen Diskussionen beteiligt war, sei ein gedanklicher Sprung, „den wir entschieden zurückweisen müssen.“

Unterdessen wächst der Druck auf Ex-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel und Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke. Der „Spiegel“ berichtete, beide würden vom ehemaligen Telekom-Sicherheitschef schwer belastet. Tsp

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