Der Tagesspiegel : Tendenz weiter fallend

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Die Pegelstände der Brandenburger Flüsse nähern sich durch die anhaltende Trockenheit ihren historischen Tiefständen. So zeigte der Pegel der Oder in Frankfurt am Donnerstag nur noch hundert Zentimeter an. Damit lag er nur noch vierzehn Zentimeter über dem bisher niedrigsten Wasserstand vom 8. August 1950. „Die Tendenz ist weiter fallend“, hieß es vom Landesumweltamt. Die Schifffahrt ruht auf der Oder bereits, da einige Kilometer oberhalb von Frankfurt nur noch 54 Zentimeter Wassertiefe gemessen werden. Im Durchschnitt erreichen die Wassermengen in den meisten Brandenburger Flüssen derzeit nur noch 30 bis 60 Prozent der für den Monat Juli üblichen Werte. Auch an der Elbe fällt der Rückgang auf. Beim vorjährigen Hochwasser erreichte der Fluss in Wittenberge eine Höhe von 7,35 Metern. Jetzt zeigt der Pegel 133 Zentimeter. 1947 war hier der bislang niedrigste Wasserstand mit nur 45 Zentimetern gemessen worden. Auch Spree und Havel sind nur noch zehn bis 20 Zentimeter von ihren Tiefständen entfernt. Der Wassermangel der Spree hat die Fließgeschwindigkeit soweit verringert, dass das Wasser nach Angaben von Ökologen teilweise schon steht. Beim Ausflugsverkehr mit Kähnen im Spreewald gibt es jedoch keine Einschränkungen. Ste.

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