Tennis : Jubiläum für Federer

Die Generalprobe für die US-Open ist geglückt und ganz nebenbei gewinnt Roger Federer noch das 50. Turnier seiner Karriere.

Heiko Oldörp[dpa]
Federer
Routine. Roger Federer bei seiner 50. Siegerehrung. -Foto: AFP

Cincinnati/Boston Ein Ass, zwei geballte Fäuste, ein Lächeln im Gesicht - Roger Federer hat es "mit einer Woche Verspätung" geschafft. Der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz sicherte sich mit dem 6:1, 6:4-Finalerfolg gegen den US-Amerikaner James Blake beim ATP-Masters in Cincinnati seinen 50. Turniersieg. Den hatte er eigentlich schon eine Woche zuvor in Montréal anvisiert. Doch während der 26-Jährige da noch überraschend dem Serben Novak Djokovic unterlag, gewann er in Cincinnati in beeindruckender und überzeugender Weise gegen den überforderten Blake. Somit hat der Branchenprimus als fünftjüngster Tennis-Profi die Marke von 50 Turniersiegen erreicht.

"Darauf war ich eigentlich nie fokussiert, aber es ist auf jeden Fall eine schöne Zahl. 50 Turniererfolge sind eine Menge, das ist großartig", sagte Federer. In der bisherigen Tennis-Historie waren nur Björn Borg, Jimmy Connors, John McEnroe und Ivan Lendl jünger, als sie zum 50. Mal einen Siegerpokal in die Höhe hielten.

Platzmangel im Trophäenschrank

"Alles, was Roger macht, ist einfach beeindruckend. 50 Turniersiege mit gerade einmal 26 Jahren, das ist Wahnsinn", sagte Blake nach der Lehrstunde auf dem Center Court von Cincinnati. Federer indes bekommt in seinem Schweizer Haus in Oberwil allmählich Platzprobleme. "Ich bewahre alle Trophäen dort in einem Raum auf, der mittlerweile schon die Größe eines Büros hat", sagte er mit einem süffisanten Sieger-Lächeln. Alle Pokale stünden in Glasvitrinen, so dass er nicht ewig Staub zu wischen brauche, fügte Federer hinzu.

Mit dem Sieg in Cincinnati gelang dem Schweizer zudem eindrucksvoll die Generalprobe für die am 27. August beginnenden US Open. In Flushing Meadows peilt er seinen vierten Triumph in Serie an. Und James Blake ist überzeugt, dass der Sieg dort nur über Federer geht. "Viele Leute haben gesagt, dass es manchmal so aussieht, als könne man Roger schlagen. Aber dann geht er raus auf den Platz und zeigt allen, dass er unschlagbar ist - erst recht bei den Grand-Slam-Turnieren. Dort spielt er sogar noch besser."

Ihren 35. Titel auf der WTA-Tour feierte am Wochenende Justine Henin. Die Weltranglisten-Erste aus Belgien gewann das mit 1,34 Millionen Dollar dotierte Turnier von Toronto durch einen 7:6 (7:3), 7:5-Erfolg im Endspiel gegen Jelena Jankovic aus Serbien. (mit dpa)