Tennis : Mayer und Stadler im Achtelfinale

Mit knappen Siegen in rein deutschen Duellen sind Daviscup-Spieler Florian Mayer und Qualifikant Simon Stadler in die zweite Runde des Rasen-Tennisturniers im westfälischen Halle eingezogen.

Mayer Foto: dpa
Florian Mayer konzentriert sich vor einem Aufschlag.Foto: dpa

Halle/Westfalen Mit knappen Siegen in rein deutschen Duellen sind Daviscup-Spieler Florian Mayer und Qualifikant Simon Stadler in die zweite Runde des Rasen-Tennisturniers im westfälischen Halle eingezogen. Der 23 Jahre alte Stadler besiegte in seinem Auftaktspiel den erst 19-jährigen Nachwuchsspieler Mischa Zverev 6:4, 7:6 (7:5), der mit einer Wild Card ins Feld gerutscht war. Mayer setzte sich wenig später im Gerry Weber Stadion in 1:26 Stunden gegen den zehn Jahre älteren Daviscup-Kollegen Michael Kohlmann 7:6 (7:4), 7:5 durch.

Im Achtelfinale muss sich Stadler, der das Hauptfeld des mit 680.250 Euro dotierten ATP-Turniers erst durch die Qualifikation erreicht hatte, mit dem an Nummer sieben gesetzten Russen Michail Juschni auseinander setzen. Der 23 Jahre alte Mayer trifft in der Runde der letzten 16 entweder auf den Österreicher Jürgen Melzer oder dem Weltranglisten-Dritten und French-Open-Halbfinalisten Nikolaj Dawidenko (Russland), der in Halle an Nummer zwei gesetzt ist.

Nach Federer-Absage wird das Turnier spannender

Ein Treffen mit Dawidenko wäre eine denkbar schwere Aufgabe für den Bayreuther Mayer. Denn nach der Absage des Weltranglisten-Ersten gehört Dawidenko neben US-Star James Blake und dem Vorjahresfinalisten Tomas Berdych (Tschechien), der am Montag Nicolas Kiefer das Comeback verdorben hatte, zum engsten Favoritenkreis der 15. Gerry Weber Open.

Für Turnierdirektor Ralf Weber hat die Absage von Seriensieger Federer auch ihr Gutes. Der Kampf um den Titel sei nun spannender, betonte Weber. "Dies ist die große Chance für unsere Lokalmatatoren, sich nach vorne zu spielen, ihre Karriere mit einem Spitzenergebnis zu beschleunigen und die Fans für sich einzunehmen." Auch der Präsident des Deutschen Tennis-Bundes (DTB), Georg von Waldenfels, nahm die einheimischen Spieler beim einzigen Rasenturnier in Deutschland in die Pflicht: "Ich wünsche mir Courage und Entschlossenheit. Sie sollen jetzt einmal das Herz in die Hand nehmen und frech drauflos spielen." (mit dpa)