Terrorismus : Al-Qaida-Vize beschwört Guerilla-Krieg im Sudan

Die Terrororganisation Al Qaida hat hat sich mit einer Videobotschaft an die Muslime im Sudan gewandt. Vizechef Aiman al-Sawahiri ruft darin zu einem Untergrund-Krieg gegen westliche "Kreuzritter" auf.

WashingtonAl-Qaida-Vize Aiman al-Sawahiri sagte in der Botschaft, der Westen suche nach einer Rechtfertigung für eine Militärintervention im Sudan, um den Islam dort auszulöschen. Das Video wurde von dem auf islamistische Internetseiten spezialisierten Intel-Center mit Sitz nahe Washington ausgewertet. "Also bereitet Euch vor - durch Training, Ausrüstung, Lagerhaltung und Organisation für einen langen Guerilla-Krieg", sagte Al-Sawahiri den Angaben zufolge.

Der Zweite Mann nach Terrorchef Osama bin Laden sicherte in der am Dienst veröffentlichten Botschaft mit dem Titel "Der Kreuzzug nimmt den Sudan ins Visier" den sudanesischen Muslimen die Unterstützung der Organisation zu. "Ich sage unseren muslimischen Brüdern im Sudan: Wir sind bei euch, wie alle Mudschaheddin und Muslime bei euch sind."

Seit der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag am 4. März einen internationalen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir erlassen hatte, hat sich die Lage vieler Helfer erheblich verschärft. Die Regierung in Khartum hatte angesichts des Haftbefehls 13 Hilfsorganisationen die Arbeitserlaubnis entzogen und die Ausweisung der Helfer angeordnet. Die Bewegung "Gerechtigkeit und Gleichheit" (JEM), eine der größten Rebellengruppen in Darfur, klagte über die zunehmende humanitäre Notlage nach dem Arbeitsverbot für die Helfer. (feh/dpa)