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2:1 gegen Bochum : Union klettert nach oben

01.12.2012 16:21 Uhrvon
Heimsieg für Union. Adam Nemec (r) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 mit Mitspieler Patrick Kohlmann.Bild vergrößern
Heimsieg für Union. Adam Nemec (r) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1 mit Mitspieler Patrick Kohlmann. - Foto: dpa

UpdateDer 1. FC Union kann im Heimspiel gegen Bochum drei Punkte einfahren und sich so im gesicherten Tabellenmittelfeld festsetzen. Die Köpenicker bauen damit ihre Serie an Spielen ohne Niederlage weiter aus.

Arme fuchtelten wild in der Luft, Menschen lagen sich in den Armen. Nur zu hören war von der Freude erst einmal nichts. Die Fans des 1. FC Union protestierten am Sonnabend weiter gegen das Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL), während der ersten zwölf Minuten und zwölf Sekunden kam von ihnen kein Ton. Und weil die Anhänger des VfL Bochum mitmachten, herrschte im Stadion An der Alten Försterei in der Anfangsphase seltsame Stille.

Für die Berliner wurde das selbst auferlegte Schweigen aber schnell zur Tortur. Ihre Mannschaft ging schon mit dem ersten Angriff in Führung. Nachdem Markus Karl einen Freistoß von Patrick Kohlmann mit dem Kopf ins Tor befördert hatte, hielten sich einige gegenseitig die Hand vor den Mund, während sie auf und ab hüpfen. Zur Stimmung in der Anfangsphase sagte Unions Trainer Uwe Neuhaus: „Wenn das immer so wäre. Wäre ich lieber wieder Elektriker.“

Später zeigten sich die Fans des 1. FC Union von ihrer gewohnten Seite und schrieen ihre Freude so laut heraus, wie es die Stimmbänder hergaben. Karls Treffer wurde nach zwölf Minuten und zwölf Sekunden nachgefeiert und auch am Ende durfte gejubelt werden. Der 1. FC Union gewann gegen den VfL Bochum 2:1 (1:1).

Für die Köpenicker war es das dritte Spiel in den vergangenen sieben Tagen. Dem Unentschieden gegen 1860 München (2:2) folgte unter der Woche ein Sieg beim MSV Duisburg (2:1) und nun das 2:1 gegen Bochum. Uwe Neuhaus zeigte sich mit der Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten drei Spielen zufrieden. Zur Leistung gegen Bochum sagte er: „Haben wir haben ordentlich gespielt ohne zu glänzen. Insgesamt haben wir nicht viel zugelassen, auch wenn wir einige nicht so gute Phasen hatten.“

Im ersten Abschnitt brachte Union bis auf den Treffer von Karl nicht wirklich viel zustande. Das frühe Tor schien der Mannschaft nicht gut zu tun, Bochum übernahm gleich nach dem Rückstand die Initiative. Union wirkte oft unsortiert. So genügte ein einfacher Steilpass auf Christoph Dabrowski, um die Berliner Abwehr zu bezwingen. Dabrowski leitete den Ball schnell zu Zlatko Dedic weiter, der zwischen den Verteidigern Christian Stuff und Marc Pfertzel zum 1:1 einschob. Die Gastgeber waren verunsichert, im Spielaufbau lief nicht viel zusammmen. Trainer Uwe Neuhaus hatte die Startelf im Vergleich zum Spiel in Duisburg auf zwei Positionen verändert. Im Zentrum sollte Silvio an Stelle von Torsten Mattuschka für Ideen sorgen, auf rechts bekam Patrick Zoundi den Vorzug vor Christopher Quiring.

Nach einer halben Stunde hatte Union dann sogar Glück, nicht in Rückstand zu liegen. Mirkan Aydin hatte den Ball nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus ins Tor gedroschen, aber Schiedsrichter Christian Dietz wollte zuvor ein Foul gesehen haben. „Da hätte das Spiel auch kippen können“, zeigte sich Neuhaus erleichtert. Danach verflachte das Spiel, mehr als einen Fernschuss von Michael Parensen bekamen die 14 373 Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei bis zur Pause nicht mehr zu sehen.

Das sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Union begann mit viel Schwung, aber es bedurfte wieder einer Standardsituation, um in Führung zu gehen. In einen Eckball von Patrick Kohlmann flog Adam Nemec wuchtig herein und traf per Kopf zum 2:1. Anschließend dominierten die Berliner, hatten viel Ballbesitz und ließen kaum etwas zu. Allerdings stand auch die Bochumer Abwehr sicher, sodass sich keine Mannschaft große Torchancen erarbeiten konnte. Bochum war in der Offensive harmlos. Erst in der letzen Minute schoss Kevin Scheidhauer aus elf Metern gefährlich auf das Berliner Tor, Daniel Haas rettete aber mit einer spektakulären Parade. „Wenn das 2:2 fällt, können wir uns auch nicht beschweren, so sind wir der glückliche, aber nicht unverdiente Sieger“, sagte Neuhaus.        

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