Bilanz zur Winterpause : Union blickt Richtung Spitze

18.12.2012 19:07 UhrVon und

Der 1. FC Union hat Strukturen für die Zukunft geschaffen, nun müssen die Spieler sportlich nachziehen.

Kennt beide Seiten. Uwe Neuhaus stand mit dem 1. FC Union zu Saisonbeginn im Tabellenkeller. Inzwischen befinden sich die Berliner in Reichweite zu den Topteams.Bild vergrößern
Kennt beide Seiten. Uwe Neuhaus stand mit dem 1. FC Union zu Saisonbeginn im Tabellenkeller. Inzwischen befinden sich die Berliner in Reichweite zu den Topteams. - Foto: City-Press

Bevor es in den Urlaub ging, hatte Uwe Neuhaus am Dienstag noch ein kleines Weihnachtsgeschenk für seine Spieler. Nach dem gemeinsamen Frühstück bekam jeder vom Trainer des 1. FC Union einen Trainingsplan mit auf den Heimweg. Schließlich sollen alle fit zurückkommen, wenn der Berliner Zweitligist am vierten Januar wieder mit dem Training beginnt. Die Anweisungen zu befolgen dürfte ratsam sein, zum Auftakt wartet auf die Fußballer gleich ein Laktattest. Vom siebten bis zum 14. Januar geht es dann ins Trainingslager nach Huelva.

Beim 1. FC Union will man im kommenden Jahr alles versuchen, um einen Fehlstart wie am Saisonbeginn zu vermeiden. Die schlechte Phase – aus den ersten fünf Spielen holte die Mannschaft nur einen Punkt – ist auch der Grund, dass Union zur Winterpause nur auf Platz sieben in der Zweiten Liga steht und nicht weiter oben. Dass die Berliner inzwischen in der Lage sind, die Spitzengruppe anzugreifen, hatten sie stellenweise am Montag gezeigt.

Im Topspiel unterlag Union nach zweimaliger Führung beim Tabellenersten Eintracht Braunschweig 3:4. Besonders ärgerlich: Am Ende waren es grobe individuelle Aussetzer, die einen Erfolg und das Überwintern auf Platz vier verhinderten. „Wir haben zu viele entscheidende Fehler gemacht. Mit dem defensiven Zweikampfverhalten war ich überhaupt nicht einverstanden“, sagte Neuhaus.

Es war nicht das erste Mal in dieser Spielzeit, dass sich Unions Trainer über die eigene Verteidigung ärgern musste. Dabei war im Sommer gerade die Stärkung der Defensive sein erklärtes Ziel gewesen. Mit Fabian Schönheim und Roberto Puncec kamen zwei neue Innenverteidiger, aber auch sie konnten bis jetzt nicht für die gewünschte Stabilität sorgen. Das lang auch daran, dass Verletzungen oder Sperren ein konsequentes Einspielen der Verteidigung lange verhinderten. Nach dem Spiel in Braunschweig kam Neuhaus zu dem Urteil: „Unser defensives Zweikampfverhalten ist für die Spitze der Zweiten Liga einfach nicht gut genug.“

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