Agenda : Neun Millimeter Sicherheit

Ein geschützter Audi für das Mitglied der Bundesregierung? Ein Jeep für die UN? In Sachsen werden Fahrzeuge gepanzert. Ein Werkstattbesuch.

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Den Ernstfall proben: Die IndiKar-Techniker testen an einem ausgemusterten Dienstwagen, wie verlässlich der Panzerschutz einer Karosserie noch ist. Foto: Stefan Zeitz
Den Ernstfall proben: Die IndiKar-Techniker testen an einem ausgemusterten Dienstwagen, wie verlässlich der Panzerschutz einer...Foto: Stefan Zeitz

Mit einem „Plöng“ knallt das Geschoss auf die Stahlplatte und platzt. Ein paar Splitter treffen die Scheibe des Zuschauerraums, die schon härtere Treffer abbekommen hat. Im Schusskanal der Firma IndiKar in Sachsen wird Material getestet, Panzermaterial für Fahrzeuge, auf die womöglich mal scharf geschossen wird. Das eben abgefeuerte Projektil hat eine Distanz von zehn Metern mit einer Geschwindigkeit von 830 Metern pro Sekunde zurückgelegt, es war vom Kaliber 7,62 – bevor es auf dem Stahlpanzer zerschellte. Der Panzerplatte hat der Schuss bloß eine leichte Delle zugefügt, vielleicht gerade mal einen Millimeter tief.

Der komplette Text erschien in der "Agenda"-Ausgabe vom 6. Mai 2014 - einer neuen Publikation des Tagesspiegels, die jeden Dienstag in Sitzungswochen erscheint. Die aktuelle Ausgabe können Sie jeweils bereits am Montagabend im E-Paper des Tagesspiegels lesen. Ein Abonnement des Tagesspiegels können Sie hier bestellen:

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