Kinderbetreuung : Kaum Platz für Ministerkinder in der Kita des Bundestages

Die Bundestagskita ist beileibe nicht für die Kinder von Abgeordneten. Im Gegenteil: Ihr Betreuungsbedarf wird nur "nachrangig" berücksichtigt.

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Futuristisches Kasperle-Theater hat der Wiener Architekt Gustav Peichl sein Werk genant, das er 1999 fertigstellte.
Futuristisches Kasperle-Theater hat der Wiener Architekt Gustav Peichl sein Werk genant, das er 1999 fertigstellte.Foto: Imago

Unerhörte Dinge hören Berlinbesucher, wenn sie auf einem Ausflugsschiff an der Betriebskinderstätte des deutschen Bundestags vorbeitreiben. Hier planschten die Kinder der Abgeordneten täglich in einem eigenen Schwimmbad, behauptet dann zuweilen der Tourguide. Auf dem Dach stehe ein kleines Bundeskanzleramt, in dem die Kleinen sich schon einmal spielerisch auf ihre Zukunft vorbereiten könnten. Und je zwei Kinder würden hier von einer Erzieherin betreut. Die Berlinbesucher staunen dann. Hier schotten unsere Regierenden ihre Kinder also vor dem gemeinen Volk ab, denken sie vielleicht. Und schippern kopfschüttelnd weiter zur Museumsinsel.

Der komplette Text erschien in der "Agenda"-Ausgabe vom 09. September 2014. Diese neue Publikation des Tagesspiegels erscheint jeden Dienstag. Die aktuelle Ausgabe können Sie im E-Paper des Tagesspiegels lesen.

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