BBL-Pokal : Alba scheitert in Bamberg

Das Final Four im BBL-Pokal findet ohne die Basketballer von Alba Berlin statt. Die Mannschaft von Trainer Luca Pavicevic verlor im Viertelfinale knapp beim Erzrivalen Baskets Bamberg.

Peter Seidel

Basketballspiele zwischen den Baskets Bamberg und Alba Berlin sind meist eine recht emotionale Angelegenheit. Auch die BBL-Pokalbegegnung am Mittwochabend war nichts für schwache Nerven, wenn sie auch nicht ganz so hitzig verlief, wie es so mancher im Vorhinein befürchtet hatte. Sogar Albas Trainer Luka Pavicevic, eigentlich eher ein heißblütiger Zeitgenosse, kam diesmal in der Bamberger Arena mit nur einem technischen Foul aus. Genützt hat es ihm allerdings wenig: Alba verlor 77:79 (33:36) und kann seinen Titel beim Vierer-Endrundenturnier in Frankfurt am Main Anfang April nicht mehr erfolgreich verteidigen. Pavicevic war nach dem Spiel sichtlich angefressen und konnte sich nur zu einer kurzen Gratulation in Richtung der Bamberger durchringen.

In einer engen Partie begannen die Berliner stark und lagen dank guten Reboundspiels zur ersten Hälfte des zweites Viertels 29:22 vorn. Doch dann kämpften sich die Bamberger zurück, ließen vor allem nicht mehr so viele Offensivrebounds zu und gingen zur Pause in Führung, während Alba im gesamten zweiten Viertel nur 11 Punkte gelangen. Der Führungswechsel „war der besseren Bamberger Verteidigung zuzuschreiben“, erklärte der frühere Bamberger Steffen Hamann später. „Das ist uns in dieser Saison schon häufiger passiert, dass wir eine klare Führung aus der Hand gegeben haben.“

Im dritten Viertel geriet Alba noch weiter in Rückstand: Bamberg warf sechs Dreier in wenigen Minuten und zog auf 54:43 davon. Zu Beginn des Schlussviertels kam Alba durch einen Dreier des starken Julius Jenkins und zwei weitere Punkte nach einem Ballgewinn von Hamann auf 59:61 heran und ging kurz darauf sogar noch einmal 67:66 in Führung. Doch nachdem die langen Dragan Dojcin und Cemal Nalga mit fünf Fouls vom Parkett mussten, dominierten die Bamberger endgültig bei den Rebounds. Die Entscheidung fiel dennoch erst zwölf Sekunden vor Schluss durch einen Drei-Punkte-Wurf von Brian Roberts zum 79:74; Rashad Wrights Dreier im Gegenzug reichte nicht mehr für einen Trip zur Pokalendrunde. Daran werden neben den als Ausrichter automatisch qualifizierten Skyliners Frankfurt und Bamberg noch Göttingen und Bremerhaven teilnehmen.

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