Benjamin Schäfer, 6g, Pettenkofer-Grundschule : Der verschlafene Mauerfall

Benjamin Schäfer fragte seinen Vater, wie er den Mauerfall erlebt hat. Lesen Sie in dieser persönlichen Geschichte, wie ein Spanier zur Völkerverständigung beitrug.

Benjamin Schäfers Vater erlebte den Mauerfall auf eher untypische Weise.
Benjamin Schäfers Vater erlebte den Mauerfall auf eher untypische Weise.

Als die Mauer am 13. August 1961 gebaut wurde, war mein Vater 8 Monate alt. Für meinen Vater gab es nie das Gefühl , eingemauert zu sein. Bis zu seinem 13. Lebensjahr wusste mein Vater noch nicht einmal, dass es eine Mauer gibt. Mein Vater wuchs in West-Berlin auf. Arbeitete dort und fuhr dann Taxi. So arbeitete und arbeitet mein Vater bis zum legendären Abend. Mein Vater musste am nächsten Morgen, den 10. November 1989 arbeiten. Um 5.20 war sein erster Fahrgast ein Spanier. Sie unterhielten sich auf Englisch. Schließlich fragte mein Vater, wo er denn hin wolle. Er antwortete: "Er wolle nach Ost-Berlin." Da lachte sich mein Vater halb tot. Dann sagte mein Vater: "Es gibt eine Mauer zwischen Ost- und West-Berlin." Der Spanier antwortete: "Die Mauer ist gestern gefallen." Mein Vater glaubte kein Wort und machte statt dessen das Radio an. Da hörte mein Vater ganz laut den Kommentator schreien: "Die Mauer ist gestern gefallen!!!!!!!" Dann raste mein Vater zur Mauer und tatsächlich: Die Mauer an der Bornholmer Brücke war offen. Dann fragte ihn der Spanier, warum mein Vater es nicht mitbekommen hätte. Mein Vater konnte gar nicht antworten, so verblüfft war er. Später im Auto sagte mein Vater: "Ich muss immer ganz früh schlafen gehen, weil ich am nächsten Morgen immer um 5.00 Uhr morgens auf Arbeit sein muss." So erfuhr mein Vater, dass die Mauer gefallen ist!!!!!!

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