Lasern : Wie findet man die beste Klinik?

Die Entscheidung für oder gegen eine Laseroperation sollte gut überlegt sein - und die Wahl der geeigneten Ärzte auch.

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Woran man eine gute Laserklinik erkennt
Die ausführliche Beratung über Risiken der Operation und über deren Vor- und Nachteile ist ein Muss. Und die Interessenten sollten ausreichend Zeit zum Nachdenken und gegebenenfalls auch zum Einholen einer Zweitmeinung haben.
Die Voruntersuchungen vor dem Eingriff sollten gründlich sein. Bis zu zwei Stunden sind dafür nötig. Außerdem sind drei bis fünf Nachuntersuchungen nötig, um die Heilung zu kontrollieren und Komplikationen zu erkennen. Wichtig: Werden Komplikationen, wenn nötig, auch am Wochenende oder in der Nacht behandelt?
Erfahrung: Wenn in einem Augenzentrum ausschließlich Lasik-Eingriffe angeboten werden, sollte der Arzt mehrere hundert Augen pro Jahr operieren, um ausreichend routiniert zu sein. Noch besser ist es, wenn die Klinik oder Praxis auch noch weitere Operationsverfahren anbietet.

Wo man Informationen über die Qualität findet
Die Kommission Refraktive Chirurgie beim Augenärzteverband hat Qualitätskriterien für Lasik-Center definiert. Eine Liste mit den zertifizierten Anwendern inklusive Adresse und Telefonnummer und weitere Informationen für Patienten stehen im Internet: www.augeninfo.de/krc/
Die Ergebnisse der Prüfung der Beratungsqualität durch die Stiftung Warentest aus dem Jahr 2006 sind nachzulesen unter: www.test.de/Augenlasern-Nicht-immer-gut-beraten-1401229-0/

Was gegen eine Laseroperation spricht
Laseroperationen sollen nur bei Patienten ab dem 18. Lebensjahr durchgeführt werden, besser noch ab Mitte 20, weil sich oft erst ab diesem Alter die Sehstärke nicht mehr wesentlich ändert. Das Zeitfenster für die OP schließt sich spätestens ab Mitte 40, weil dann die Alterssichtigkeit immer stärker wird.
Es gibt auch Experten, die von solchen Eingriffen generell abraten, weil man die langfristigen Auswirkungen der Operation noch nicht abschließend einschätzen könne. Die Lasik zum Beispiel gibt es in Deutschland erst seit Mitte der 90er Jahre. Außerdem wird immer wieder betont, dass es sich dabei um eigentlich medizinisch nicht notwendige Eingriffe an einem gesunden Auge handelt.
Das heißt: Die Entscheidung zur Laseroperation sollte gut überlegt sein und die ausgewählte Klinik ausführlich über das Pro und Contra der Operation aufklären.
Leiden die Interessenten an bestimmten Grunderkrankungen, dann rät der Augenärzteverband von einer Laserbehandlung zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit ab. Das sind: chronische Hornhauterkrankungen, Bindegewebserkrankungen, Grauer und Grüner Star, feuchte Makuladegeneration oder Rheuma.

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