BERLIN, aber oho : A Livraria

A Livraria in Mitte ist die Buchhandlung für Ausland-Brasilianer und Deutsche, die Portugiesisch lernen möchten. Die Idee kam Inhaber Edney Pereira Melo in der Not.

Camilla Veras Mota
Edney Pereira Melo verkauft brasilianische Bücher.
Edney Pereira Melo verkauft brasilianische Bücher.Foto: Camilla Veras Mota

Chefs: Edney Pereira Melo und Catia Russo
Branche: Buchhandel
Mitarbeiter: 2
Gründungsjahr: 2006
Firmensitz: Torstraße 159, Mitte

A Livraria ist im Krankenhaus geboren. Sein Schöpfer, der Brasilianer Edney Pereira Melo, kam auf die Idee, eine Buchhandlung für brasilianische und portugiesische Literatur zu eröffnen, als er sich 2005 ein Bein gebrochen hatte. „Ich war gerade in Berlin angekommen, musste im Haus bleiben und konnte kein Deutsch sprechen“, erzählt er. Melo schätzt, dass rund 7000 Brasilianer in der Stadt leben. Die meisten seiner Kunden sind allerdings Deutsche, die Portugiesisch studieren. Und ihre beliebtesten Bücher dabei sind überraschend jene von Chico Xavier. Der war Spiritist und bis zu seinem Tode im Jahr 2002 das bekannteste Medium Brasiliens. João Ubaldo Ribeiro und sein „Ein Brasilianer in Berlin“ kommt auf den zweiten Platz. A Livraria verkauft auch brasilianische Lebensmittel – schwarze Bohnen, um „feijoada“ zu machen, und Maniokmehl, um „apioca“ zuzubereiten. Und manchmal organisiert Melo auch Filmvorführungen oder Autorenlesungen.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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