BERLIN, aber oho : Belyzium

Die Gründer von Belyzium brechen bei der Schokoladenproduktion mit Tabus: Sie stellen zum Beispiel Schokolade mit besonders niedrigem Schmelzpunkt her oder mit einem Kakaoanteil von 78 bis 100 Prozent.

Lukas Wohner
Die Gründer von Belyzium - Florian Schülke und Klaus Boesl - fertigen Schokolade. Foto: Lukas Wohner
Die Gründer von Belyzium - Florian Schülke und Klaus Boesl - fertigen Schokolade.Foto: Lukas Wohner

Wollte man die Schokolade von Belyzium labeln, müsste man von nachhaltiger, direkt vermarkteter und handgemachter veganer Bio-Schokolade sprechen. Doch Florian Schülke würde da widersprechen: Das schreibe man bewusst nicht auf die Tafeln, weil man mit Qualität und Geschmack punkten wolle. Wichtig sind ihm und seinem Kollegen Klaus Boesl das Konzept „tree to bar“: die eigenhändige Verarbeitung von Kakaobohnen, die die Firma im Urwald von Belize selbst anbaut. Wer den Laden besucht, kann Schülkes Kakaolabor durch eine Glastür beobachten. Bei der Produktion bricht der Autodidakt mit Dogmen der Schokoladenindustrie. „Tabu“ heißt eine der Kreationen zum Beispiel: eine Schokolade mit besonders niedrigem Schmelzpunkt. Daneben gibt es Schokoladen mit 78 bis 100 Prozent Kakaoanteil – mal mit Pfeffer oder geräuchertem Chili, mal mit Kirsche – ganze oder zerkleinerte Kakaobohnen und einen Tee aus deren Schalen.

Chefs:  Florian Schülke (40), Klaus Boesl (36)

Branche: Handel/Produktion

Mitarbeiter: 4–6

Gründungsjahr: 2014

Firmensitz: Lottumstraße 15, Mitte

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