BERLIN, aber oho : Berlin Boombox

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor. Berlin Boombox ist ein Soundsystem aus Wellpappe.

Ulrich Goll

Chef: Axel Pfaender (40)
Branche: Produktion
Mitarbeiter: 3
Gründungsjahr: 2012
Firmensitz: Saarbrücker Straße 25, Prenzlauer Berg

Manchmal entstehen gute Ideen aus Unzufriedenheit: Axel Pfaender mochte das Design seines iPhone-Soundsystems nicht. Spontan baute der studierte Illustrator ein Gehäuse aus Wellpappe, das wie ein Ghettoblaster aussieht, und verkleidete damit das ungeliebte Gerät. Seinen Freunde gefiel der Eigenbau: „Sie ermutigten mich, mehr aus meiner Idee zu machen“, sagt er. Herausgekommen ist der Selbstbaukasten Berlin Boombox. Die sieben Teile im Inneren sind binnen fünf Minuten zum Soundsystem verbaut. Schließlich will die Box noch mit vier Batterien gefüttert und mit einem Smartphone verbunden werden. Der Bausatz kostet 65 Euro auf berlinboombox.com. 3000 Stück setzte Axel Pfaender im ersten Jahr ab. Firmen füllen ein Drittel seines Auftragsbuches: So produzierte er für Adidas eine exklusive Edition. Regulär gibt es die Box in den drei Varianten Weiß, Braun und Gelb. Momentan plant Pfaender eine Luxusversion mit Bluetooth. Um Verpackung und Versand kümmern sich die Mosaik-Behindertenwerkstätten in Berlin. Sämtliche Komponenten der Box sind recycelbar und können nachbestellt werden.

Dieses Teil ist aus Pappe - und spielt Musik.
Dieses Teil ist aus Pappe - und spielt Musik.Ulrich Goll



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