BERLIN, aber oho : Botspot

Die Idee stammt aus New York: Thomas Strenger und Manfred Ostermeier haben einen Laden eröffnet, in dem man dreidimensionale Objekte ausdrucken kann.

Michael Pöppl
Die Gründer von Botspot. Ihre Kunden bekommen als Dankeschön eine Miniatur von sich selbst.
Die Gründer von Botspot. Ihre Kunden bekommen als Dankeschön eine Miniatur von sich selbst.Foto: Michael Pöppl

Nachdem Thomas Strenger und Manfred Ostermeier von einem Laden in New York erfahren hatten, in dem Kunden sich 3D-Objekte ausdrucken lassen konnten, ließ sie die Idee nicht mehr los. Seitdem widmen die beiden Geschäftsführer von Botspot ihre Arbeit dem 3D-Druck und seinen Möglichkeiten. Im Kreuzberger Aufbauhaus bringt seit November 2013 ihr offenes Laden-Labor nun auch den Berlinern die faszinierende Technik näher. „Alle interessierten Menschen sollen einfach reinkommen und den 3D-Druck live erleben können“, sagt Strenger über das Ladenkonzept. Dazu haben die Botspot-Betreiber sich etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: Neben schwer zu besorgenden Ersatzteilen für ältere Maschinen oder 3D-Modellen für Architekten drucken sie auch die Figuren von ihren Kunden im Miniaturformat. Dafür hat Botspot einen Scanner entwickelt, der die auszudruckenden Objekte mit 60 Spiegelreflexkameras aus verschiedenen Perspektiven fotografiert. Aus den in einem der weltweit größten „Ganzkörper-Scanner“ gewonnenen Daten entstehen dann im 3D-Drucker verblüffend realistische farbige Figuren aus Polymergips in der Größe zwischen sechs und 35 Zentimetern Höhe. Der Spezialscanner ist inzwischen zum begehrten Objekt geworden, Kaufnachfragen aus aller Welt liegen bereits vor.



Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

Chefs:

 Manfred Ostermeier (Foto rechts, 40),

Thomas Strenger (49)

Branche: Dienstleistungen

Mitarbeiter: 8

Gründungsjahr: 2013

Firmensitz: Prinzenstraße 85 D, Kreuzberg

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