BERLIN, aber oho : Ecosia

Im Netz suchen und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun – das ermöglicht Christian Kroll mit seiner Suchmaschine Ecosia. Der Firmengründer will die Menschen zu einem umweltfreundlicheren Lebensstil anregen.

Lukas Wohner
Ecosia-Gründer Christian Kroll pflanzt mit seiner Suchmaschine Bäume.
Ecosia-Gründer Christian Kroll pflanzt mit seiner Suchmaschine Bäume.Foto: Lukas Wohner

Alle 20 Sekunden will Christian Kroll einen Baum pflanzen – bis August sollen es eine Million sein. Dabei besitzt Kroll nicht einmal eine Schaufel. Der Unternehmer pflanzt Bäume mit seiner Suchmaschine Ecosia.org. Die funktioniert wie die von Marktführer Google, ist aber CO2-neutral – die anfallenden Emissionen gleicht das Unternehmen aus. Die Suchergebnisse kommen von der Microsoft-Suchmaschine Bing, eigene Algorithmen sollen das Ergebnis noch verbessern. "Das Ziel ist eine Welt, in der die Umwelt gar keinen Schutz mehr braucht", beschreibt Kroll seine Mission. Pro Suchanfrage verdient Ecosia etwa 0,5 Cent mit Werbung, bei rund 520 000 Suchanfragen pro Tag also etwa 2600 Euro. Achtzig Prozent davon werden gespendet – "mehr als bei so mancher Non-Profit-Organisation", wie Kroll sagt. Das Geld geht an ein Aufforstungsprojekt in Brasilien. Letztlich pflanzen also die 200 000 Menschen, die Ecosia täglich nutzen, mit ihren Klicks Bäume. Für die Million müssen sie sich jedoch sputen, bislang wurde erst ein Viertel der Bäume gepflanzt.

Chef: Christian Kroll (30)

Branche: IT

Mitarbeiter: 5

Gründungsjahr: 2009

Firmensitz: Crellestraße 3/4, Schöneberg

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