BERLIN, aber oho : Fuchs & Fuchs

Kristina Kienast liebt die Haptik von gutem Papier, sie mag es passende Schriften auszusuchen. Jetzt hat sie ihren eigenen Verlag gegründet.

Michael Pöppl
Kristina Kienast hat ihren eigenen Verlag gegründet.
Kristina Kienast hat ihren eigenen Verlag gegründet.Foto: Promo

Mit schönen Büchern hatte Kristina Kienast in ihrem Beruf als Verlagsherstellerin immer schon zu tun. Nun ist sie selbst Verlegerin des Belletristikverlages mit dem schönen Namen Fuchs & Fuchs. Der erste Roman spielte in unmittelbarer Nähe des Verlagsbüros: „Tempelhofer Feld“ des Berliners Thilo Bock erschien bereits im Mai, kurz vor der Volksabstimmung über das ehemalige Flughafengelände. Die unprätentiös erzählte Liebesgeschichte lebt von der ungewöhnlichen Atmosphäre des innerstädtischen Garten Eden und fand deshalb nicht nur im Feuilleton entsprechende Beachtung. Druckfrisch erschien Mitte August „Das Paradies kann warten“ der bekannten Berliner Künstlerin Cornelia Schleime. Bei der zweiten Veröffentlichung des kleinen Verlags handelt es sich um einen mit Zeichnungen der Malerin garnierten Band mit zwölf klugen Erzählungen aus dem Alltag. Es geht darin um vermeintliche Kleingartenidyllen. Gerade auf das Arbeiten mit schönen Illustrationen legt Kienast großen Wert, sie liebt das Aussuchen von passenden Schriften und die Haptik von gutem Papier. In Zukunft wird Fuchs & Fuchs vier bis fünf Bücher pro Jahr herausgeben, ihren Job als Herstellerin wird Kienast aber weiter ausüben. An potenziellen Autoren hat die Verlegerin, die sich mit Eigenkapital finanzierte, übrigens keinen Mangel, viele Anfragen muss sie jetzt schon „schweren Herzens“ absagen.

Chef: Kristina Kienast (36)

Branche: Verlagswesen

Mitarbeiter: 1

Gründungsjahr: 2014

Firmensitz: Lichtenrader Str. 48, Neukölln

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