BERLIN, aber oho : Monsieur Lavande

Drei Mal im Jahr reist Peer Kahn nach Südfrankreich, um Lavendel zu kaufen, den er dann in Berlin verkauft - als Blüten, Säkchen oder Seife.

Ulrich Goll
Der Lavendelmann.
Der Lavendelmann.Foto: Ulrich Goll

„Der Lavendel ist ein charismatisches Gut“, sagt Peer Kahn. Er muss es wissen. Der 38-Jährige verkauft nun bereits im zehnten Jahr auf Berlins Märkten die violette Duftpflanze aus der Provence. Auf seinem Stand finden sich Sträuße, Körbe mit Blüten, Säckchen, Diffuser, Seifen und sogar Honig.

Der Berliner reist drei Mal im Jahr nach Südfrankreich, wo er seine Ware bei einem preisgekrönten Lavendelbauern einkauft. Eigentlich wäre Kahn heute Tierarzt – hätte er nicht als Student bei einem Praktikum in Frankreich sein verborgenes Talent entdeckt. Ein Traubensaftproduzent hatte ihm einen Verkäuferjob gegeben. „In einer Stunde verkaufte ich auf einem Markt 200 Liter Saft“, sagt er.

Bald darauf lernte Kahn den Lavendel lieben und widmete sich ihm nach seinem Uniabschluss. Sein vollständiges Sortiment bietet Kahn auch über seine Internetseite www.monsieur-lavande.com, wo auch die Markttermine gelistet sind. Im Sommer startet Kahn ein ganz anderes Projekt. Gegenwärtig schraubt er dafür eifrig an alten Fahrrädern mit Hilfsmotor. Schon bald will er Berlins erste Stadtführungen auf französischen Velosolex-Maschinen, vergleichbar mit unseren Mofas, anbieten. Ulrich Goll

Chef: Peer Kahn (38)

Branche: Einzelhandel

Mitarbeiter: 1

Gründungsjahr: 2004

Firmensitz: Lüneburger Straße 6, Moabit

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