BERLIN, aber oho : Restaurator Sturm-Larondelle

Manfred Sturm-Larondelle restauriert antike Möbel. Er nutzt nur Materialen, die es auch schon gab, als die Möbel gefertigt wurden.

Lukas Wohner
Manfred Sturm-Larondelle restauriert antike Möbel.
Manfred Sturm-Larondelle restauriert antike Möbel.Foto: Lukas Wohner

Ist es noch Handwerk oder schon Kunst, was Manfred Sturm-Larondelle in seiner Werkstatt macht? „Es ist beides“, sagt er selbst. Der Restaurator ist spezialisiert auf antike Möbel. In einem Kreuzberger Hinterhof bringt er die Stücke auf Vordermann. Die ältesten stammen aus dem 15., die jüngsten aus dem vergangenen Jahrhundert. Der Restaurator vereint die Fertigkeiten eines Tischlers mit dem Wissen eines Kunsthistorikers. „Möbel haben immer eine Geschichte“, sagt er, „und der muss man treu bleiben“. Das heißt: Materialien und Techniken, die zur Entstehungszeit des Möbelstücks nicht existierten, sind bei der Restauration tabu. Das kostet Zeit und macht die Arbeit teuer. Allein eine Schellack-Politur kann mehr als 40 Stunden dauern, eine aufwendigere Komplettrestaurierung kostet meist mehrere tausend Euro. Nicht jeder ist bereit, so viel zu zahlen. „Gute Restaurierung ist nicht billig – sie ist preiswert“, kontert Sturm-Larondelle. Er meint das im Sinne des Wortes: Sie ist ihren Preis wert.

Chef: Manfred Sturm-Larondelle (62)

Branche: Handwerk

Mitarbeiter: 3

Gründungsjahr: 1978

Firmensitz: Oppelner Straße 33, Kreuzberg

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