Boxen : 18-Jähriger gesteht Erpressungsversuch Motiv: Unzufriedenheit

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Cottbus. Der 18-jährige Brandenburger, der das Düsseldorfer Handelsunternehmen Metro erpressen wollte, hat gestanden. Gegen ihn wurde am Sonnabend Haftbefehl erlassen, teilte die Staatsanwaltschaft in Cottbus mit. Er sitzt in Untersuchungshaft. Der aus Cottbus stammende Jugendliche habe gedroht, Lebensmittel zu vergiften, teilte eine Sprecherin mit. Ihren Aussagen zufolge hatte der „bislang völlig unvorbelastete“ Auszubildende zehn Millionen Euro in bar gefordert. Das erste Erpresserschreiben sei am 22. Mai per E-Mail bei der Metro eingegangen. Die Unternehmenschefs gingen scheinbar auf die Erpressung ein, informierten jedoch die Polizei.    Das Vorgehen des jungen Mannes sei gut ausgedacht gewesen, sagte die Staatsanwältin. Da er sich für den Kontakt mit der Metro aber immer wieder auf deren Homepage einwählte, konnte die Spur zu seinem Festnetzanschluss zurückverfolgt und der Kreis immer enger gezogen werden. Spezialeinheiten der Polizei nahmen den jungen Mann am Freitag ohne Zwischenfälle in Cottbus fest.  Zum Motiv sagte der mutmaßliche Erpresser bei der Vernehmung, dass er nach seinem Umzug in einen kleinen Ort bei Cottbus mit seiner Situation unzufrieden und sehr einsam gewesen sei. Dadurch sei er „auf dumme Gedanken gekommen“. Dank des frühen Ermittlungserfolges entstand nach Angaben der Sicherheitsbehörden bei der Erpressung keine ernsthafte Gefahr. Wie die Staatsanwältin sagte, hatte er keinerlei Anstalten gemacht, tatsächlich Lebensmittel zu vergiften. dpa

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