Boxen : 30. April 1980

Vor 25 Jahren wurde eine Kabinenbahn nach Reinickendorf geplant

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Als „Stunde des Parlaments“ wertete gestern der Verkehrsausschuß des Abgeordnetenhauses die derzeitige Situation um die Planung der umstrittenen Kabinenbahn zwischen KurtSchumacher-Platz und Jakob-Kaiser-Platz. Der strikten Ablehnung durch den Regierenden Bürgermeister und den Senat steht bisher ein Beharren auf den Bau der Kabinenbahn von FDP und CDU gegenüber. Nachdem die Wirtschaftsverwaltung bestätigt hatte, daß durch Bundesmittel 75 Prozent der voraussichtlichen Gesamtkosten in Höhe von 150 bis 170 Millionen Mark übernommen werden, wurde bei der CDU- und FDP-Fraktion deutlich, daß der auf Berlin entfallene Restbetrag gebilligt werden sollte. Für die CDU wäre eine Entscheidung gegen die Kabinenbahn eine „Entscheidung gegen die Zukunft Berlins“. Alle in Frage kommenden Herstellerfirmen haben bestätigt, daß zwischen 75 und 90 Prozent des Produktionsumfanges in Berlin erstellt würden. Damit könnten zumindest für die Bauzeit rund 200 Arbeitsplätze gesichert beziehungsweise geschaffen werden.

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