Boxen : 50 Jahre EKO Stahl: Vom ersten Axthieb bis zum Festakt - eine Chronik

Der größte ostdeutsche Stahlerzeuger, die EKO Stahl GmbH Eisenhüttenstadt, kann am Freitag auf eine 50-jährige Betriebsgeschichte zurückblicken

20.-24. Juli 1950 - Beschluss des 3. SED-Parteitags zum Bau eines Eisenhüttenwerks samt Wohnstadt an der Oder. (Von 1953 bis 1961 hieß die junge Kommune mit bereits mehreren zehntausend Einwohnern Stalinstadt).

Am 18. August 1950 hatten mit einem symbolischen Axthieb die Bauarbeiten zu dem Stahlwerk und der Arbeiter-Wohnstadt begonnen.

1. Januar 1951 - Grundsteinlegung des ersten Hochofens durch Minister Fritz Selbmann

19. September 1951 - Offizielle Übergabe des ersten Hochofens durch DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl. Bis 1954 entstehen u.a. sechs Hochöfen

28. Juni 1968 - Inbetriebnahme des Kaltwalzwerks

6. November 1984 - Inbetriebnahme des fünf Milliarden DDR-Mark teuren Konverter-Stahlwerks durch DDR-Staatschef Erich Honecker

1986 - Start für Bau eines Warmwalzwerks, der wegen der zunehmenden ökonomischen Schwäche der DDR 1989 abgebrochen wurde

1989 - Der einstige Vorzeigebetrieb hat noch rund 12 000 Beschäftigte.

1990 bis 1994 - Kampf um Erhaltung des Stahlstandorts Eisenhüttenstadt

1993 - Beginn der Modernisierung des Kaltwalzwerks

1. Januar 1995 - Übernahme von zunächst 60 Prozent der EKO Stahl GmbH durch die belgische Gruppe Cockerill Sambre. Start eines Investitionsprogramms

28. Januar 1997 - Übergabe der modernisierten Sinteranlage (96 Millionen Mark)

2. April 1997 - Inbetriebnahme des Großhochofens (282 Millionen Mark)

22. Juli 1997 - Feierliche Einweihung des Warmwalzwerks (630 Millionen Mark)

Ende 1997 - Abschluss der Modernisierung des Kaltwalzwerks

Oktober 1998 - Übernahme von 53 Prozent des Mutter-Konzerns Cockerill Sambre durch die französische Gruppe Usinor.

21. Dezember 1998 - Cockerill Sambre übernimmt die verbleibenden 40 Prozent der EKO-Anteile von der Treuhand-Nachfolgerin BVS

10. Dezember 1999 - Übergabe einer zweiten, hochmodernen Verzinkungsanlage (210 Millionen Mark)

18. August 2000 - Festakt zum Werksjubiläum mit Herausgabe einer umfassenden EKO-Werksgeschichte.

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