Boxen : Afrika-Festival: Mission für Afrika

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Volker Mett hat Afrika zwar noch nie gesehen, aber Afrika-Festivals veranstaltet er trotzdem. Weil er eine Mission hat: "Das Afrika-Festival ist meine Antwort auf die Fremdenfeindlichkeit", sagt der 47-jährige Stralsunder, der sich ansonsten nicht als Teil der vielen Aktionen gegen Rechts betrachten möchte.

Seit Donnerstag bringt er zum zweiten Mal Menschen unterschiedlicher Hautfarben auf dem Gelände des Potsdamer Waschhauses zusammen. Dazu hat er etwa hundert Künstler aus 15 Nationen eingeladen, die Tanztheater und Open-Air-Konzerte aufführen. Außerdem gibt es einen afrikanischen Markt, Workshops und Kino.

Von einem Programm der Superlative ist das Festival aber noch weit entfernt - obwohl es schon das größte im Osten ist, und obwohl die Landesregierung 40 000 Mark zuschießt. Doch Afrika-Festivals haben Konjunktur, und das Publikum verteilt sich. Anfang Juni trafen sich über 100 000 Menschen auf dem größten europäischen Afrika-Festival in Nürnberg. Es fand bereits zum 13. Mal statt. Und vor gut einem Monat kamen in Lanke vor den Toren Berlins etwa fünfzig Musikgruppen zur "Open-Air-Africa-Travellers-Party" zusammen.

Beim ersten Afrika-Festival im vergangenen Jahr waren bereits etwas 7000 Besucher ins Waschhaus gekommen, das auch in diesem Jahr Logistik und Infrastruktur unentgeldlich zur Verfügung stellt.

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