Boxen : Ambulante Therapie für Werner K.

Joachimsthal - Der Mitte Oktober nach Joachimsthal zurückgekehrte verurteilte Sexualstraftäter Werner K. soll möglicherweise vorerst ambulant therapiert werden. Es gebe derzeit kein Angebot irgendeiner Einrichtung für einen Therapieplatz, sagte der Sprecher des Potsdamer Justizministeriums am Dienstag. Momentan werde geprüft, ob der Leiter der sozialtherapeutischen Einrichtung Schloss Zahren (Mecklenburg-Vorpommern) regelmäßig nach Joachimsthal kommen und dort eine ambulante Therapie durchführen könne. Werner K. war im April nach 22 Jahren Haft wegen mehrfacher Vergewaltigung von Frauen und Kindern freigekommen und zu Verwandten nach Joachimsthal gezogen. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof einen Antrag auf nachträgliche Sicherungsverwahrung wegen rechtlicher Mängel zurückgewiesen. Werner K. gilt aber weiter als stark rückfallgefährdet. Anfang September hatte der 50-Jährige Joachimsthal verlassen und war in die Einrichtung Schloss Zahren gezogen. Nach Bürgerprotesten brach er die Therapie dort ab. Werner K. habe in Zahren Therapiefortschritte erzielt und sei weiterhin zu einer Behandlung bereit, sagte der Sprecher des Justizministeriums. Eine ambulante Behandlung wäre ein Ausweg, um die momentane Situation zu überbrücken, bis man eine andere Lösung gefunden habe. ddp

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