Boxen : Ansturm auf die Internetwache Bußgeldanhörung wird oft online abgewickelt

Potsdam - Der neue Online-Service „owi interaktiv“ der Zentralen Bußgeldstelle der Polizei in Brandenburg wird nach Angaben von Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) gut angenommen. Seit 1. August 2007 können sich Empfänger von Verwarnungen und Bußgeldbescheiden mit persönlichen Zugangsdaten in der Internetwache anmelden und das Formular zur Anhörung online ausfüllen, sagte Schönbohm. Rund zehn Prozent der monatlich etwa 35 000 Rückmeldungen gingen mittlerweile auf diesem Wege ein.

Die Bußgeldstelle versendet im Land monatlich insgesamt rund 100 000 Schreiben, die die Zugangsdaten für die Internetwache enthalten. Zwei Drittel der Empfänger verzichtet jedoch auf die Anhörung und bezahlt die verhängten Buß- und Verwarngelder ohne Widerspruch direkt.

Die im Februar 2003 eingerichtete Internetwache der Polizei mit der Webadresse „www.internetwache.brandenburg.de“ verzeichnete seither 29 500 Posteingänge. Allein von Januar bis November 2007 gab es rund 8900 Eingänge. Seit März 2004 wurden mehr als 8,4 Millionen Zugriffe auf die Seiten der Brandenburger Internetwache registriert, davon gut vier Millionen allein in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres 2007.

Angesichts der positiven Resonanz will die Brandenburger Polizei ihr Internetangebot laut Schönbohm in den nächsten drei Jahren weiter ausbauen. Die Erfahrungen mit „owi interaktiv“ interessierten auch andere Bundesländer, sagte er. Die Berliner Polizei betreibt auf ihrer Website „www.polizei.berlin.de“ gleichfalls eine Internetwache. Wer sie aufruft, kann zum Beispiel online eine Strafanzeige erstatten, eine Versammlung oder einen Aufzug anmelden, Hinweise geben, Fragen stellen und Beschwerden loswerden. Bei einem Bußgeldverfahren ist es möglich, sich in der Sache schriftlich zu äußern. ddp/cs

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