Boxen : AUS DEM GERICHT

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Mann drohte, Partnerin umzubringen und tötete Kaninchen ihrer Kinder

Weil er im Streit mit seiner Lebensgefährtin zwei Kaninchen getötet und die Frau anschließend mit dem Tod bedroht hat, ist ein 39-jähriger Mann aus Prenzlauer Berg gestern zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem soll der wegen Mordes vorbestrafte Mann 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Matthias S. habe seine Wut roh und gefühllos an unschuldigen Wesen abreagiert, hieß es im Urteil des Amtsgerichts Tiergarten. S. hatte den beiden Zwergkaninchen im Bad das Genick gebrochen. Die Tiere gehörten den beiden acht und zehn Jahre alten Töchtern seiner Lebensgefährtin. Nach dem Übergriff kündigte er laut Anklage der Frau an: „Bring den Hund weg, sonst mache ich ihn kalt, dann bist du dran und anschließend deine Kinder.“ An diese Worte konnte oder wollte sich die 28-Jährige im Prozess aber nicht erinnern. Der Mann hatte 1991 eine Rentnerin umgebracht und saß 13 Jahre im Gefängnis. K.G.

Gegenstände auf Autos geworfen – drei Freunde verurteilt

Wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und versuchter gefährlicher Körperverletzung hat das Landgericht Berlin drei Freunde im Alter von 16 bis 21 Jahren zu Jugendstrafen zwischen 18 Monaten und zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Strafe gegen den jüngsten Angeklagten wurde zur Bewährung ausgesetzt. Er muss zusätzlich 1800 Euro Schmerzensgeld an einen Geschädigten zahlen. Die jungen Männer aus Treptow und Neukölln hatten am 4. Mai dieses Jahres zum Spaß diverse Gegenstände von einer Fußgängerbrücke auf die Elsenstraße in Treptow geworfen, um damit Fahrzeuge zu treffen. Neben Flaschen und Steinen hatten sie eine Holzpalette sowie eine 1,20 Meter lange Metallstange von der Brücke geworfen, die auf der Motorhaube eines Kleinwagens landete. Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich von einem „heimtückischen“ Mordversuch ausgegangen. Der Prozess habe jedoch keine Anhaltspunkte dafür ergeben. ddp

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