Blog zum Hochwasser : Mühlberg muss weiter bangen

Hochwasser in Deutschland: Die Lage spitzt sich weiterhin zu, besonders ernst wird es jetzt in Teilen von Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Mühlberg musste evakuiert werden. Alle Ereignisse können Sie in unserem Blog lesen.

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Im brandenburgischen Mühlberg spitzt sich die Lage am Donnerstagabend zu: Die Deiche drohen zu durchweichen.
Im brandenburgischen Mühlberg spitzt sich die Lage am Donnerstagabend zu: Die Deiche drohen zu durchweichen.Foto: dpa

Während in einigen Regionen sich die Hochwasser-Lage wieder entspannt, erwarten einige Orte - wie beispielsweise Mühlberg in Brandenburg - noch den Hochwasserscheitel. Am Donnerstag verschaffte sich auch Angela Merkel einen Überblick über die Lage und besuchte Bitterfeld. Alle Geschehnisse des Tages können Sie in unserem Blog noch einmal nachlesen:

22.24 Uhr: In Mühlberg wird der Hochwasserscheitel der Elbe für den Freitagvormittag erwartet. Der Krisenstab rechnet mit einer Pegelhöhe von 9,95 Meter. Bei der letzten großen Flut wurde ein Stand von 9,98 Meter erreicht. Das Landesumweltamt halten die Deiche bis 10.20 Meter für sich. Allerdings soll der Druck auf die Dämme mehrere Tage halten.

22.00 Uhr: In Herzberg kämpfen Einsatzkräfte um einen Deich an der Schwarzen Elster. Mit großen Folien werden die schadhaften Stellen abgedichtet. Der Deich schützt einen Ortsteil mit rund 100 Bewohnern. Bricht der Deich, würden ihre Häuser überflutet werden.

20.31 Uhr: Die Lage in Brandenburgs Hochwassergebieten bleibt angespannt kritisch. Außer Mühlberg wurden keine weiteren Ortschaften evakuiert. In Bad Liebenwerda verhinderten Einsatzkräfte einendrohenden Deichbruch.

20.09 Uhr: Auf Twitter heißt es von Josefine Rosenkranz: "Großaufgebot der Feuerwehr auf dem Weg nach #Mühlberg".

Die Bilder des Hochwassers in Mühlberg von 2002:

19.34 Uhr: Das Hochwasser bedroht nun mit zerstörerischer Kraft den Norden Deutschlands. Bundesländer wie Niedersachsen und Brandenburg rüsteten sich für die anrollenden Wassermassen, die bereits im Süden und Osten große Verwüstungen angerichtet haben. Mehrere Deiche drohten unter dem Druck des Wassers zu brechen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) schätzte allein die Schadensbilanz in Landwirtschaft und Fischerei am Donnerstag vorläufig auf 173 Millionen Euro. Die Summe werde noch weiter steigen, Schäden an Häusern und Infrastruktur ließen sich noch gar nicht beziffern. Insgesamt seien zwei Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Mitleidenschaft gezogen worden.

18.55 Uhr: Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke, der sich zur Zeit in Mühlberg befindet, informiert Matthias Platzeck über die sich vor Ort zuspitzende Lage: Es treten Probleme bei der Deichverteidigung auf - die Deiche beginnen zu durchweichen. In der Prignitz, wo Platzeck ist, ist die Lage hingegen stabil. Die Bundeswehr hat hier einige Kilometer Sandsäcke gestapelt.

Bundesumweltminister Altmaier fordert mehr Platz für Flüsse

18.25 Uhr: Vor dem Hintergrund der aktuellen Hochwasser-Katastrophe hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) gefordert, den Flüssen wieder mehr Platz zu geben. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Wasser seinen Raum hat, damit andere Gegenden wie Städte nicht so stark bedroht werden“, sagte Altmaier dem „Straubinger Tagblatt“ (Freitagausgabe). Für den Hochwasserschutz sei es wichtig, „dass ausreichend Flussauen, Überflutungsgebiete und Polder vorhanden sind“. Auch einige Deiche sollten zurückverlegt werden.

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