Boxen : Böschungsbrände stoppen den Bahnverkehr

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Werder - Mehrere fast gleichzeitig entstandene Böschungsbrände zwischen Werder und Brandenburg (Havel) haben gestern den Bahnverkehr zwischen beiden Städten lahm gelegt. Der Zugverkehr war rund vier Stunden, von 15.30 Uhr bis gegen 19.30 Uhr, unterbrochen. Die entlang der Strecke stationierten Feuerwehren waren fast alle im Einsatz. Zeitweise war befürchtet worden, dass sich ein Großbrand entlang der Strecke entwickeln könnte.

Ausgefallen sind mehr als ein Dutzend Züge auf der Linie RE 1, der wichtigsten Strecke im Brandenburger Netz der Bahn. Zwischen Magdeburg, Brandenburg, Potsdam, Berlin und Frankfurt (Oder) hat die Bahn so viele Fahrgäste wie auf keiner anderen Linie. Sie kamen gestern oft nur nach stundenlangen Verspätungen ans Ziel. Als Ersatz für die ausgefallenen Züge hatte die Bahn Busse und Großraumtaxis eingesetzt. „Was verfügbar war, haben wir genommen“, sagte eine Sprecherin.

Die Ursache der Böschungsbrände ist unklar. Die Gefahr, dass ein Feuer entsteht, ist bei der derzeitigen Hitze enorm groß. Bundesweit wird die Bahn in diesen Tagen immer wieder durch Böschungsbrände gestoppt. Auch in den Brandenburger Wäldern mussten die Feuerwehren gestern zu mehreren Einsätzen ausrücken. Die kleineren Feuer konnten nach Angaben des Innenministeriums aber meist schnell wieder unter Kontrolle gebracht werden. Bei Eisenhüttenstadt stand allerdings eine mehr als zehn Hektar große Fläche in Flammen.

Auch heute gilt in Brandenburg für die Wälder die höchste Alarmstufe 4. Bereits ab Stufe 3 können die Behörden das Betreten der Wälder verbieten. kt

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