Bombodrom : G-8-Proteste in Rossow angekündigt

Die Bundeswehr hat das Gebiet um das so genannte Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide abgesperrt. Am 1. Juni wollen G-8-Kritiker trotzdem in dem Gebiet demonstrieren.

Rossow - An den Abläufen habe sich nicht viel geändert, sagte "No War - No G8"-Mitorganisatorin Ulrike Laubenthal in Rossow. Die von der Bundeswehr angekündigten Sperrung des Gebietes ändere nichts an den Plänen. Der Übungsplatz dürfe ohnehin grundsätzlich nicht betreten werden. Lediglich Förster oder Imker hatten für notwendige Arbeiten eine Zutrittserlaubnis erhalten und seien nun von der Sperrung betroffen.

Am 31. Mai findet um 19 Uhr im Vorfeld zu der Protestaktion ein Konzert in der Rheinsberger Kirche unter dem Motto "Polyphon gegen's Bombodrom" statt. Am 1. Juni versammeln sich die Anti-G-8-Demonstranten an den beiden Mahnsäulen in Lutterow und Schweinrich. Insgesamt werden etwa 500 Teilnehmer erwartet. Ab 14 Uhr wird es an beiden Versammlungspunkten Kundgebungen geben. Danach werden die Demonstranten von Osten und Westen auf einer Straße, die nach Angaben von Laubenthal für den Verkehr freigegeben ist, zu einem Überwachungsturm in der Nähe des Truppenübungsplatzes ziehen.

Seit Jahren kämpfen Bürgerinitiativen, Unternehmer und Umlandgemeinden gegen die geplante Nutzung des rund 14 Hektar großen früheren sowjetischen Übungsplatzes als Luft-Boden-Schießplatz durch die Bundeswehr. (tso/ddp)

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