Boxen : Brücke in vier Monaten gebaut: Stabbogenkonstruktion für den Zugverkehr

kt

Nach viermonatiger Bauzeit und Streckenunterbrechung wurde gestern die neue Eisenbahnbrücke über die Zeppelinstraße im Verlauf der Bundesstraße B 1 in Betrieb genommen. Die Baukosten in Höhe von 7,8 Millionen Mark haben sich die Bahn und die Stadt geteilt, wobei Potsdam mit 54 Prozent etwas mehr bezahlt hat. Die Stadt wünschte, dass die Brückendurchfahrt breiter wurde, um Platz für die Gleise der Straßenbahn zu schaffen, die dort eine eigene Trasse neben der Straße erhalten hat. Die Stützweite der Brücke beträgt nun 83 Meter, während die alte Brücke nur 58 Meter lang war. Entstanden ist eine türkisblaue Stabbogenkonstruktion, die auch eine dekorative Beleuchtung erhielt. Die alte Fachwerkbrücke von 1907 ließ am Ende wegen ihres maroden Zustandes nur noch eine Geschwindigkeit von 10 km/h für die Züge zu. Jetzt kann auch dort maximal mit Tempo 100 gefahren werden. Über die Brücke verkehren die Züge der Regionalexpress-Linie RE 3 (Dessau-Berlin-Schwedt) und der Regionalbahn RB 22 (Potsdam Hauptbahnhof-Schönefeld-Stralsund).

Während der Bauarbeiten war der Verkehr zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Pirschheide unterbrochen; als Ersatz ließ die Bahn Busse auf der Straße fahren. Seit gestern läuft der Zugverkehr wieder nach Fahrplan.

0 Kommentare

Neuester Kommentar