Boxen : Bürgermeister freuen sich auf Polen

Die Stadtoberhäupter von Frankfurt, Guben und Schwedt fordern schnelle Freizügigkeit für Arbeiter

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Potsdam. Unmittelbar vor der Aufnahme Polens in die Europäische Union am 1. Mai 2004 überraschen Brandenburgs Grenzstädte mit einem unerwarteten Vorstoß: Sie fordern eine vorzeitige Einführung der Freizügigkeit für polnische Arbeitnehmer. Dabei war der Schutz der Grenzregionen gerade einer der Gründe für die Einführung einer zweijährigen Übergangsfrist. Doch für Neuansiedlungen in Ostbrandenburg sei es unabdingbar, dass Investoren auch polnische Arbeitskräfte einstellen dürften, sagte Frankfurts Oberbürgermeister Martin Patzelt (CDU) am Freitag in Potsdam. „Die Übergangsregelungen sind ein Investitionshemmnis.“ Auch der Schwedter Bürgermeister Peter Schauer (SPD) und der VizeBürgermeister von Guben, Fred Mahrow (CDU), sprachen sich für flexiblere Lösungen aus. In der Bevölkerung Brandenburgs, dem Bundesland mit der längsten Grenze zum östlichen Nachbarn Deutschlands, sind zwar Befürchtungen vor wachsender Kriminalität und Konkurrenz durch polnische Arbeitskräfte oder Firmen noch weit verbreitet. Doch in den Grenzstädten hat sich die Stimmung inzwischen gewandelt. Der Tagesspiegel dokumentiert, wie sich Frankfurt, Guben und Schwedt für die offenere Grenze gerüstet sehen. Tsp

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