Boxen : Buga-Knospe: Die Lilie

Simone Leinkauf

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Die Bundesgartenschau in Potsdam Viele Blumen sind schön, doch nur selten wird ihre Schönheit mit Göttlichem gleichgesetzt: Mit dem Lotos ist das so, mit den Rosen und den Lilien. Das mag auch der Grund sein, dass die Lilien in Japan "Takane no hana" genannt werden, was wörtlich übersetzt "die auf einem hohen Felsen wachsende Blume" heißt. Der gleiche Ausdruck wird benutzt, um eine unerreichbare Schönheit zu beschreiben. Die ungekrönte Königin der Lilien ist die weiße Madonnenlilie (Lilium candidum), welche die Zepter ägyptischer Könige zierte, die Säulen des Tempels Salomos und eine Vielzahl von Madonnenbildnern. Inzwischen beherrschen neu gezüchtete Lilien mit asiatischen Eltern den Markt. Türkenbundähnliche Lilien sind auf dem Gelände der Buga im Gehölzbereich zu sehen, verschiedene Wildformen zwischen den Stauden. Die meisten Lilien sind für Streuschatten dankbar, pralle Mittagssonne beeinträchtigt Farbintensität und Blühdauer. Außerdem wünschen Lilien einen kühlen Fuß und einen heißen Kopf. Eine Besonderheit der weißen Madonnenlilie ist im August beachten: Während alle anderen Sorten im Frühjahr oder Herbst gepflanzt werden, muss die weiße Schönheit jetzt in den Boden: Madonnenlilien treiben im Anschluss an ihre Blüte im Juni bis Juli nach einer kurzen Ruhepause im September wieder aus.

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