Boxen : Bundesgartenschau: Künstler setzen sich mit dem Bornstedter Feld auseinander

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In den weiten Gärten der Bundesgartenschau werden sechs Werke von Künstlern einen Kontrast zur Gartenkunst bilden. Sie gingen aus dem Wettbewerb "Kunst im Park" hervor, in dem sich Künstler mit der militärischen Aneignung des Bornstedter Felds und seiner künftigen zivilen Nutzung auseinanderzusetzen hatten.

Die Gruppe "Bergwerk" verteilte militärische Tarnmuster über die Wiesen, die Gruppe "Inges Idee" ließ ein surreal verzogenes Basketballfeld anlegen, Anette Wehrmann widmete sich einem Wachturm, Igor Sacharow-Ross ließ einen Schießstand mit Pflanzen überwuchern, Andreas Siekmann ironisiert das Baugeschehen der BUGA und Fritz Balthaus ließ eine große quadratische Betonplattform in die Wiese zementieren, auf der ein "K" für Kunst gemalt ist.

Das Projekt "Augenweide" der Gruppe Sattel, Rotzler, Knippschild, das auf der Bornstedter Feldflur Kühe mit Videobrillen, pneumatische Wolken und tanzende Flammen vorschlug, "ist noch in der Schwebe", sagte der Sprecher der Kunstprojekte Florian Bungart. "Es gibt Streitigkeiten mit dem Entwicklungsträger, das Projekt innerhalb des Budgets zu realisieren."

Zwar betonte Volker Härtig noch im September letzten Jahres, er bemühe sich, alles dafür zu tun, das Projekt zu realisieren (siehe Tagesspiegel vom 15. 9. 2000), doch seine Bemühungen sind bislang ohne sichtbare Ergebnisse im Sinne des Entwurfs geblieben.

Die Kunst der Buga, ob mit oder ohne das Projekt "Augenweide" wird am 16. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt.

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