Boxen : Die Kasernen blieben leer

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Nach dem Abzug des Oberkommandos der Westgruppe der russischen Streitkräfte aus Wünsdorf im Jahr 1994 wollte Stolpe die riesige Geisterstadt im dünn besiedelten Süden Brandenburgs zur attraktiven „Waldstadt“ für Bundesbeamte entwickeln. Obwohl der Bund nicht mitzog, hielt Stolpe daran fest, aus Wünsdorf eine blühende 10000Einwohner-Stadt zu machen. Rund 250 Millionen Euro sollen in das riskante größte Konversionsprojekt Brandenburgs geflossen sein. Doch es scheiterte. Das Land setzte – unter heftigen Protesten Betroffener – zwar einige Behörden auf das Areal um. Doch stehen bis heute viele Wohnungen und Gebäude leer. Die landeseigene Entwicklungsgesellschaft für Wünsdorf ging pleite.

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