Boxen : Die „Toten Hosen“ spielen beim Woodstock an der Oder

Olaf S,ermeyer

Kostrzyn - Ende nächster Woche springt Campino honorarfrei über die Bühne. Denn Jerzy Owsiak hat für alles gesorgt: Benzingeld und Jägermeister. Vor allem aber lohnt sich der Auftritt bei dem kostenlosen Festival „Przystanek Woodstock“ (Haltestelle Woodstock) im polnischen Grenzort Kostrzyn (Küstrin) für die „Toten Hosen“, weil es ihren Plattenverkauf östlich der Oder ankurbeln könnte; Jerzy Owsiak ist dort noch bekannter ist als „Hosen“-Sänger Campino in Deutschland. Er ist Chef der Stiftung „Großes Orchester für die weihnachtliche Hilfe“, die seit 1993 Geld für Kinderkrankenhäuser sammelt und mit der „Haltestelle Woodstock“ den Jahreshöhepunkt im osteuropäischen Festivalkalender setzt.

Rund 40 Rock- und Folkbands aus Polen, der Ukraine, den USA und Deutschland – auch die „Beatsteaks“ aus Berlin – spielen dieses Jahr am 5. und 6. August auf der 1200 Quadratmeter großen Bühne. Dazu soll es ein Hare-Krishna- Dorf mit indisch-orientalischer Musik und ein Open-Air-Kino geben.

„Haltestelle Woodstock“ gastiert zum zweiten Mal auf dem ehemaligen Truppenübungsplatzes in Kostrzyn. „Wir leben von der liebevollen Atmosphäre“, sagt Owsiak. Im vergangenen Jahr begegneten sich barfüßige Menschen mit Blumen im Haar, die Sanitäter mussten sich um Wespenstiche kümmern statt um ausgeschlagene Zähne. Die Zahl der Besucher wurde vom Veranstalter auf 400 000 geschätzt, tatsächlich waren es weit weniger. Aus Deutschland kamen zur ersten „Haltestelle Woodstock“ gar nur ein paar Tausend, und das, obwohl Berlin nur eine gute Stunde entfernt ist und nicht nur das Konzert, sondern auch Camping und Parken umsonst sind und die Grillwürste preiswert.

Informationen im Internet:

www.haltestelle-woodstock.de

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