Boxen : Dringend gesucht: Zimmer für Gläubige

Mit Zelten am Brandenburger Tor wirbt die Kirche für Betten in Berlin

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Ein ungewöhnlicher Ort für CampingUrlaub: Vor dem Brandenburger Tor mitten in Berlin stehen 22 Zelte. Isomatte und Picknickkorb sind mit dabei, eine Wäscheleine flattert im Wind. Mit der Zeltstadt machen der Verein Christlicher Pfadfinder und die Organisatoren des Ökumenischen Kirchentages darauf aufmerksam, dass es ihnen noch an privaten Unterkünften mangelt. Vom 28. Mai bis 1. Juni findet in Berlin der erste Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in Berlin statt, über 100000 Besucher werden erwartet und es fehlen 20000 Betten für die Gäste. Das sind Schlafstätten für eine gesamte Kleinstadt. „Wenn wir sie nicht bekommen, dann müssen wir hier am Brandenburger Tor unsere Zelte aufschlagen“, sagt Martin J. Wittschorek vom ÖKT. Das wolle man aber nicht, schließlich soll am Platz des 18. März der große Eröffnungsgottesdienst veranstaltet werden. Also sucht der ÖKT dringend gastfreundliche Berliner und Berlinerinnen, die ein Sofa oder eine Liege für die fünf Tage über Himmelfahrt zur Verfügung stellen und ihrem Besuch ein einfaches Frühstück anbieten können. Tagsüber sind die Gäste dann auf dem Kirchentag unterwegs.

Zum ersten Mal überhaupt organisieren die beiden großen christlichen Laienorganisationen, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und der Deutsche Evangelische Kirchentag, miteinander einen ökumenischen Kirchentag. Das Leitwort der gemeinsamen Tage: „Ihr sollt ein Segen sein.“ Fast 3200 Programmpunkte werden in diesem Rahmen geboten: Konzerte, Gottesdienste, Diskussionen, Bibelarbeit. Für Berlin als Veranstaltungsort habe man sich entschieden, „weil die Stadt groß ist und wir so groß werden können, wie wir wollen“, sagt Martin J. Wittschorek. Natürlich nur, wenn sich genügend Gastgeber finden. abi

Wer Besucher aufnehmen möchte, kann sich über www.oekt.de/index.php oder unter 030/234 55 200 melden.

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