Ehrung : Günther Jauch, Kämpfer gegen "Bürokratismus"

Der Fernsehmoderator Günther Jauch kann sich über einen Preis "wider den Paragraphen-Dschungel" freuen. Den hat er sich mit seiner Kritik an der Potsdamer Bauverwaltung verdient.

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Fernsehmoderator Günther Jauch. -Foto: dpa

Berlin/PotsdamDer Fernsehmoderator Günther Jauch erhält in diesem Jahr den mit 100.000 Euro dotierten "Werner-Bonhoff-Preis wider den Paragraphen-Dschungel". Mit seiner öffentlichen Kritik an der Verwaltungspraxis der Potsdamer Baubehörde habe Jauch einen "Dienst an der Allgemeinheit" geleistet, lautet die Begründung der Jury bei Bekanntgabe ihrer Entscheidung. Die Preisverleihung soll am Abend in Berlin stattfinden.

Jauch, der mit seiner Familie in Potsdam lebt, engagiert sich seit 1998 für die Sanierung und den Wiederaufbau von historischen Bauwerken in der Stadt, weshalb er 2007 die "Schinkelmedaille" des Architekten- und Ingenieur-Vereins (AIV) zu Berlin erhielt. Zuvor hatte er die Potsdamer Bauverwaltung wegen ihrer willkürlichen und unverständlichen Entscheidungen scharf kritisiert. Die Behörde habe allerdings in der Zwischenzeit Anstrengungen zur Verbesserung der Verwaltungspraxis unternommen, hob Jauch hervor. Besonders im Ton der Verwaltungsbeamten habe sich "einiges geändert".

Der Werner-Bonhoff-Preis, der in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen wird, ist Teil des Forschungsprojektes "Unternehmer vor bürokratischen Hürden", das in Kooperation mit der Berliner Humboldt-Universität den deutschen "Bürokratismus" erforscht. Das Preisgeld will Jauch verschiedenen sozialen Projekten und Bildungseinrichtungen zukommen lassen. (ho/ddp)

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