Boxen : Ein Drittel weniger Familien

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Die Zahl der Kinder in Brandenburg ist in den vergangenen zwölf Jahren drastisch gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesbetriebes lebten 2003 rund 300 000 Jungen und Mädchen unter 15 Jahren in Brandenburg – 1991 waren es noch gut 500 000 Kinder. Während 1989 noch rund 33 000 Kinder auf die Welt kamen, sank die Zahl der Neugeborenen in den Folgejahren auf einen Tiefstand von 12 240 Geburten. Inzwischen werden jährlich etwa 18 000 Kinder geboren.

WENIGER FAMILIEN

Zugleich ist die Zahl der Familien seit 1991 von rund 330 000 auf rund 220 000 gesunken. Cottbus und Frankfurt (Oder) verloren durch Abwanderung und Geburtenrückgang fast 60 Prozent der jungen Bevölkerung, Brandenburg/Havel etwa die Hälfte. Von 1993 bis 2000 belief sich der Wanderungsverlust allein bei jungen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren in Brandenburgs Randregionen auf 27 000. Das waren annähernd fünf Prozent dieser Altersjahrgänge – mit steigender Tendenz.

WEITERE VERLUSTE

Damit wird in Zukunft ein Großteil der potenziellen Mütter fehlen, was die Geburtenzahl weiter senkt. Prognosen erwarten bis 2020 einen Rückgang der Zahl der Frauen zwischen 20 und 30 Jahren um 43 Prozent. Das Land wird dann etwa 180 000 Einwohner weniger haben – fast so viele, wie heute im Kreis Märkisch-Oderland leben. Dabei verlieren die Randregionen 15 Prozent Einwohner – während im Berliner Umland die Bevölkerung um 6,6 Prozent zunehmen soll. how

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