Boxen : Eine Odyssee von fast 60 Jahren

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Pünktlich um zehn Uhr kam der Transporter mit den mittelalterlichen Glasfenstern vor dem Südportal der Marienkirche an. Die 22 Kisten hatte man in elf Containern bruchsicher verstaut. Sie waren zu Wochenbeginn in Sankt Petersburg auf ein Fährschiff verladen worden und kamen nach der Landung in Sassnitz per Lkw in die Oderstadt. Endstation ihrer Odyssee ist die Märtyrerkapelle der Marienkirche, die zum Restaurierungsatelier umfunktioniert wird. Besucher des Gotteshauses, sonst gern gesehen, haben hier keinen Zutritt. Die Fenster waren in Frankfurt 1943 ausgebaut und im Neuen Palais in Sanssouci gelagert worden. Angesichts des Bombenkrieges hatten Wissenschaftler auf den Wert der Bilbelbilder hingewiesen. 1946 wurden sie nach Berlin und weiter ins frühere Leningrad gebracht. casp

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