Boxen : Ermyas M. gibt Spenden nach Äthiopien

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Potsdam - Der Deutsch-Äthiopier Erymas M. hat jetzt die geplanten Projekte seines im Oktober gegründeten Vereins „Löwenherz“ vorgestellt. M. war vor knapp einem Jahr, am Ostersonntag 2006, in Potsdam lebensgefährlich verletzt worden und lag anschließend lange im Koma. Zu seiner Unterstützung waren mehrere 10 000 Euro gespendet worden.

Ein Teil dieser Mittel soll nun Dörfern in Äthiopien zu Gute kommen. „Ich möchte die Hilfe für mich an andere Menschen zurückgeben“, begründet Ermyas M. Er arbeitet mit dem Verein Löwenherz an einem Konzept für ein Projekt, bei dem in sechs Dörfern in Äthiopien jeweils zwei Brunnen gegraben und so bis zu 3500 Familien mit sauberem Wasser versorgen werden sollen. „Ich schreibe bereits erste Förderanträge“, sagt Ermyas M.

Der Verein Löwenherz hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 20 Mitglieder und sucht einen Bürositz in Potsdam. Von dort aus soll ab Mai ein erstes Kulturprojekt koordiniert werden – 20 Schüler aus Potsdamer Grundschulen und 20 Schüler aus Äthiopien sollen Fotoausstellungen über ihren Alltag erarbeiten und im jeweils anderen Land an Partnerschulen präsentieren.

Der Prozess um die lebensgefährliche Attacke auf Ermyas M. soll am 18. April fortgesetzt werden. Tsp

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