Boxen : Erster Spatenstich für Umsiedlung Haidemühl zieht nach Spremberg

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Senftenberg. Für die Umsiedlung des Ortes Haidemühl nach Sellessen (SpreeNeiße) ist am Samstag der erste Spatenstich gesetzt worden. Die 650 Einwohner sollen bis Ende 2006 dem Tagebau Welzow-Süd weichen. 85 Prozent der Einwohner siedelten nach Sellessen um, sagte der Sprecher der Lausitzer Braunkohle AG (Laubag), Peter Fromm, am Samstag in dem Spremberger Ortsteil. Auf 83 Hektar entstehen dort 85 Eigenheime sowie 176 Mietwohnungen. Der Umzug sei die größte Ortsumsiedlung in der Lausitz seit 1989. Auch eine Schule, Kita und Gemeindehaus sowie Kirche, Feuerwehrgebäude, Teich- und Sportanlagen sollen gebaut und Gewerbe angesiedelt werden.

Haidemühl werde 2012 dem Tagebau gänzlich zum Opfer fallen. Der Ort hat rund doppelt so viele Einwohner wie Horno (Spree-Neiße), das nach Forst umgesiedelt wird. Die Hornoer Bürger hatten sich jahrelang gegen eine Abbaggerung gewehrt.

Für die Umsiedlung sei mit den Bewohnern ein Vertrag geschlossen worden, der die aktive Mitgestaltung und Mitsprache beim Umzug und ein angemessenes Heim ohne Neuverschuldung vorsehe, sagte Fromm. Zum ersten Spatenstich waren neben vielen Haidemühlern auch der Chef der Potsdamer Staatskanzlei, Rainer Speer, Laubag-Vorstand Hermann Borghorst sowie die Bürgermeister von Haidemühl und Spremberg gekommen.dpa

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