Boxen : Eurospeedway: Sanierungskonzept ausgebremst

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Potsdam / Senftenberg. Das Sanierungskonzept für den Eurospeedway stößt nach einem Bericht der „Märkischen Allgemeinen“ auf Widerstand. Die Dekra AG wolle ihren Anteil von zehn Prozent nicht an eine Tochter der Bankgesellschaft Berlin verkaufen, berichtete die Zeitung. Dagegen hatte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz beschlossen, beim Lausitzring auszusteigen. Das Sanierungskonzept sieht vor, dass die kleineren Gesellschafter wie Kreis und Dekra ihre Beteiligung für einen Euro abgeben. Danach soll ein Investor gefunden werden.

Ein Verkauf ihrer Anteile an die Immobilientochter der Bank stehe „nicht zur Debatte“, sagte Dekra-Sprecher Stephan Heigl. „Wir haben ein vitales Interesse, Gesellschafter zu bleiben.“ Die Dekra investiere 26 Millionen Euro für den Bau eines Technologiezentrums, das Teile des Lausitzrings als Teststrecke benötige.

Der Kreistag von Oberspreewald-Lausitz hatte am Donnerstag beschlossen, bei der Lausitzring GmbH & Co. KG auszusteigen. Die Verluste der GmbH von 20 Millionen Euro der Jahre 2000 und 2001 seien der Anlass, teilte ein Sprecher des Landratsamts in Senftenberg mit. Der Lausitzring war mit einem Landeszuschuss von 123,22 Millionen Euro gebaut worden. Im Jahr 2000 wurde er in EuroSpeedway Lausitz umbenannt.

Seit längerem ist bekannt, dass die Berliner Bankgesellschaft die Rennstrecke in den kommenden zwei bis drei Jahren verkaufen will. Nach den Worten des Rennstreckensprechers Marc-Thorsten Lenze wird es deshalb am Rennkalender keine Abstriche geben. „Wir haben einen Wirtschaftsplan und wollen im Frühjahr 2003 das erste Mal als Betriebsgesellschaft schwarze Zahlen schreiben“, sagte er.

Nach Angaben der „Lausitzer Rundschau“ hält der Landkreis bislang Kommanditanteile von rund 511 290 Euro und die Dekra von 255 645 Euro. Diese Tatsache störe jetzt offensichtlich bei den Verkaufsverhandlungen mit mehreren Interessenten aus Amerika. dpa

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