Boxen : Familiendrama: 24-jähriger gestand Messerstiche auf Ehemann seiner Geliebten

Neuruppin (dpa).

Neuruppin (dpa). Ein 24-jähriger Mann aus Hennigsdorf hat gestern vor dem Landgericht Neuruppin eine lebensgefährliche Messerattacke auf den Ehemann seiner Geliebten gestanden. Dem Hilfsarbeiter drohen wegen versuchten Mordes bis 15 Jahre Haft.

Der 28-jährige Ehemann, der getrennt von seiner Ehefrau und den drei Kindern lebte, war im Mai 2001 in Oranienburg niedergestochen worden. Er überlebte nach einer Notoperation. Der mutmaßliche Messerstecher war am Tatabend gemeinsam mit zwei Freunden und seiner Freundin zu einer Party gegangen, während der 28-jährige Ehemann in der einst gemeinsamen Wohnung die Kinder betreute. Als die Frau heimkehrte, berichtete ihr Mann von einer schriftlichen Morddrohung gegen ihn. Er bestand darauf, zur Polizei zu gehen, wohin ihn der Geliebte seiner Frau begleitete. Auf dem Heimweg soll der Angeklagte plötzlich von hinten auf das Opfer eingestochen haben, was der auch zugab. Der Verletzte konnte noch in die ehemalige gemeinsame Wohnung flüchten. Als er seine Frau bat, Hilfe zu holen, habe sie ihm das Handy gegeben und gesagt, er solle selbst den Notruf wählen. Die Frau, gegen die wegen Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung ermittelt wird, sagte, sie habe nicht geglaubt, dass ihr Mann ernsthaft verletzt sei. Später habe sie "starke Kopfschmerzen gehabt".

Der Prozess soll am 23. Oktober fortgesetzt werden.

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