Boxen : Garnisonkirche wird ein Ort der Versöhnung

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Potsdam – Die Potsdamer Garnisonkirche soll als offene Stadtkirche, als Symbolkirche und Internationales Versöhnungszentrum wieder aufgebaut werden. Das sieht der Entwurf des Nutzungskonzeptes der evangelischen Kirche Potsdam vor, der gestern in der Potsdamer Friedenskirche öffentlich vorgestellt wurde. Sowohl die Architektur wie auch die Nutzung der Räume des Neubaus sollen die „Balance zwischen Kontinuität und Diskontinuität der Geschichte“ an einem historisch bedeutsamen Ort widerspiegeln, sagte Generalsuperintendent HansUlrich Schulz gestern. So ist geplant, in der früheren Heilig-Kreuz-Kapelle am Fuß des Kirchturms eine Nagelkreuz-Kapelle einzurichten, vor deren westlichem Eingang das Nagelkreuz der Versöhnungskirche Coventry aufgestellt werden soll.

Das Kirchenschiff soll im wesentlichen nach alten Vorlagen wiederentstehen. Lichtspiele und eine Melodie für das Glockenspiel sollen die Auseinandersetzung mit der wechselvollen Geschichte der 1968 gesprengten Kriegsruine symbolisieren. Das 50-Millionen-Projekt soll über private Spenden finanziert werden. Die Grundsteinlegung ist für den 14. April geplant. ERB

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