Boxen : Grüne Fusion

Falkensee und Spandau planen Landesgartenschau

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Falkensee Was zwischen Brandenburg und Berlin noch völlig ungewiss ist, wird auf kommunaler Ebene bereits praktiziert: Die Bewerbung von Falkensee (Kreis Havelland) für die Brandenburger Landesgartenschau 2009 wird mit den Nachbarn aus Spandau gemeinsam geplant. Mit dem Konzept einer „grünen Brücke der Sympathie“ rechnet man sich gute Chancen gegen die elf Brandenburger Wettbewerber aus. 2009 ist auch das Jahr, in dem die Länderfusion nach bisherigem Zeitplan in Kraft treten sollte.

Das eigentliche Ausstellungsgelände soll der Bewerbung zufolge in Falkensee entstehen. Denn nur dorthin würden die Fördermittel des Landes fließen: rund 65 bis 70 Prozent der Falkenseer Kosten von gut 18 Millionen Euro, so Baudezernent Harald Höhlig. Zwischen Spandauer Straße und Neuem See sind unter anderem eine Seebühne, Wassergärten und die Blumenschau geplant. Daneben soll der Bauernverband Nutztierrassen präsentieren. Von Falkenseer Gutspark soll sich ein Grünzug über rund zehn Kilometer bis zur Spandauer Zitadelle erstrecken. An der Strecke liegen auch vier Regionalbahnhöfe. Die Spandauer Grünanlagen sind laut Stadtrat Carsten Röding bereits zum Großteil fertig gestellt oder im Bau. Die Hälfte der Spandauer Kosten von rund 22 Millionen Euro kommt aus Ausgleichsmitteln des Bahnbaus.

Der Ausrichter der Landesgartenschau 2009 soll auf der Grünen Woche 2005 gekürt werden. Die übrigen Bewerber sind Altdöbern, Guben, Lauchhammer, Lübben, Lübbenau, Neuruppin, Oranienburg, Prenzlau, Rüdersdorf, Werder und Zossen. Die grenzüberschreitende Veranstaltung im Ballungsraum der Hauptstadt, so das Argument von Falkensee und Spandau, würde weit mehr Besucher anziehen als die bisherigen Landesgartenschauen. du-

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