Boxen : Hasso-Plattner-Institut: Grundsteinlegung - Baukosten: 60 Millionen Mark

An der Potsdamer Universität ist am Montag der Grundstein für einen rund 60 Millionen Mark teuren Neubau des Hasso-Plattner-Instituts für Software-Systemtechnik (HPI) gelegt worden. Das in Deutschland einmalige Projekt werde sich zu einem Markenzeichen des Landes Brandenburg und der Stadt Potsdam entwickeln, sagte Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD). Zu den Baukosten steuerte der Unternehmer Hasso Plattner 24 Millionen Mark aus seinem Privatvermögen bei. 36 Millionen Mark sind Fördermittel der Europäischen Union, die das Land weiterreicht.

Das Land stellte außerdem in Potsdam-Babelsberg (Griebnitzsee) ein rund 30 000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung. Im Juli 2001 soll das Institut bezugsfertig sein. Die ersten 75 Studenten der neuen Disziplin hatten bereits zum 11. Oktober 1999 ihr Studium in angemieteten Räumen der Landesbausparkasse aufgenommen. In diesem Wintersemester kommen weitere 80 Studienanfänger dazu. Potsdam gilt als der weltweit erste Standort, wo Software-Systemtechnik in Verbindung mit Informatik gelehrt wird.

Wenn erst einmal die "kritische Masse" von 18 Professoren erreicht sei, werde Potsdam mit so renommierten Hochschulen wie Darmstadt, Karlsruhe und Aachen konkurrieren können, sagte Plattner. Der 56-jährige Vorstandssprecher der SAP AG (Walldorf) und gebürtige Berliner betonte, dass er sich nur als Privatmann engagiere. Er lobte ausdrücklich das Engagement der Landesregierung und Stadtverwaltung, die beide das Projekt nach Kräften unterstützt hätten. Das Institut soll eng mit den Wirtschaftswissenschaften zusammenarbeiten.

Der Milliardär Plattner stellt über 20 Jahre lang einen jährlichen Haushalt von fünf Millionen - insgesamt 100 Millionen Mark - bereit.

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