Boxen : Hilfe aus Kenia für Arbeitslose in Berlin

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Normalerweise gehen die Pakete in die andere Richtung. In der vergangenen Woche kamen per Luftfracht 200 Kilogramm Tee und 150 Kilogramm Kaffee aus Kenia in Berlin an. In einem Diakonieladen in der Schöneberger Rubensstraße 87 wird die Lieferung seit gestern an ALGII-, Grundrenten- und Sozialhilfeempfänger ausgegeben. „Die Leute haben sich gefreut“, hat Pfarrer Thomas Lübke von der Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde beobachtet. 160 Menschen kamen am Montag. Erst war die Skepsis groß. „Die haben natürlich alle gefragt: Wie kommen die Kenianer denn darauf?“, berichtet Lübke. Die Antwort ist einfach. Die Pakete wurden von besser gestellten kenianischen Ärzten und deren Freunden nach Berlin geschickt. Lübke sendet normalerweise über die Medizinische Direkthilfe in Afrika Medikamentenlieferungen nach Kenia. Als die Ärzte dort von seiner Arbeit im Diakonieladen erfuhren, handelten sie und schickten feinsten kenianischen Tee und Kaffee.

Ein schiefes Bild von den deutschen Verhältnissen hätten die Kenianer nicht bekommen erzählt Lübke: „Denen ist auch klar, dass wir hier in Deutschland nicht in unermesslicher Armut leben.“ Im Diakonieladen ist immer noch Kaffee und Tee vorhanden. Pro Woche steht jedem, der eine entsprechende Bescheinigung vorlegt, etwa 250 Gramm zu.mj

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