Boxen : Humanistischer Verband bereitet Unterricht vor

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Potsdam - Nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichtes vom Donnerstag will der Humanistische Verband möglichst bald „Weltanschauliche Lebenskunde“ an Brandenburgs Schulen unterrichten. Das kündigte der Leiter des Lebenskunde-Unterrichts in Berlin, Werner Schultz, gestern an. Man wolle kurzfristig Gespräche mit Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) führen, um zum neuen Schuljahr mit dem Unterricht beginnen zu können. 20 Lehrer des Humanistischen Verbandes aus dem Berliner Umland stünden zur Verfügung, weitere würden ausgebildet. Wie berichtet, hat das Verfassungsgericht am Donnerstag für verfassungswidrig erklärt, dass nach dem brandenburgischen Schulgesetz nur Kirchen und Religionsgemeinschaften weltanschaulichen Werteunterricht geben dürfen. Der Humanistische Verband hat gegen dieses Privileg geklagt.

Die Reaktionen auf das Urteil sind gemischt: Die CDU bedauert die Entscheidung, Bildungsministerium und SPD fürchten eine Schwächung des Pflichtfachs Lebensgestaltung-Ethik-Religion (LER). Der Humanistische Verband weist das zurück: „Wir unterstützen den Ansatz von LER als integratives Fach für alle Schüler“, erklärte Schultz. Man wolle keinen Konflikt mit LER und gehe deshalb an die Grundschulen, „wo LER nicht unterrichtet wird und die Kirche mit ihrem Religionsunterricht ein Monopol hat“. ma

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